Dienstag, 29. Okober Weltschlaganfalltag
Aus Anlass des Weltschlaganfalltages lädt die AWO am 29. Oktober in der Zeit von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr zum Thema Schlaganfall zu einer Sprechstunde in die Burgstraße 15 ein. Hier geben Schlaganfallhelferinnen Ratsuchenden Auskunft zu Fragen der Hilfe, Begleitung und Betreuung von Patienten.
Häufigste Ursache für Behinderungen
Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Oft kommt es zu einer halbseitigen Lähmung. Betroffene müssen Funktionen wie das Gehen oder Greifen durch intensive Physio- und Ergotherapie mühsam wieder erlernen. Bis zu 80 Prozent der Betroffenen erleiden nicht sichtbare Beeinträchtigungen wie Sprach- oder Aufmerksamkeitsstörungen. Sie benötigen Logopädie oder neuropsychologische Unterstützung.
Ein Großteil der Betroffenen hat auch Jahre nach dem Schlaganfall mit seinen Folgen zu kämpfen. Dabei beklagen viele mangelnde Unterstützung. Und zwar unabhängig davon, ob der Schlaganfall kürzlich geschah oder bereits Jahre zurückliegt. Deutlich wird auch: der Schlaganfall bewirkt tiefe soziale Einschnitte.
Betroffene sind überfordert
Viele Betroffene und ihre Angehörigen sind mit der Organisation ihrer Nachsorge ganz offensichtlich überfordert. „Man muss sich nur einmal in die Situation von Schlaganfall-Betroffenen hineinversetzen. Deren Leben wird von jetzt auf gleich auf den Kopf gestellt Das Schaffen Viele nicht.“
Keine strukturierte Nachsorge
Im Notfall sind Schlaganfall-Betroffene in Deutschland gut versorgt. 350 zertifizierte Stroke Units (Schlaganfall-Spezialstationen) gewährleisten eine fast flächendeckende klinische Versorgung. Auch die neurologische Rehabilitation ist heute sehr leistungsfähig. Doch in der anschließenden häuslichen Nachsorge gibt es keine strukturierten Behandlungsprogramme.
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